Anatolischer Hirtenhund - Coban Köpegi - Kangal

Beschreibung, Standard, Bilder

Beschreibung:

Diese Rasse hütet Herden, die grosse Distanzen auf dem Anatolischen Plateau überwinden, wobei sie unabhängig von jeglichem Wetter, im Freien leben.

Details

  • Auskunft: AHHC Zuchtwart
  • Züchter: Züchterliste
  • Welpen: Welpenseite

Standard

FCI - Standard Nr. 331  / 06. 06. 1989 /  D

ANATOLISCHER HIRTENHUND
(Coban Köpegi)

ÜBERSETZUNG : Uwe H. Fischer. Ergänzt und űberarbeitet Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
URSPRUNG : Anatolien
PATRONAT: F.C.I.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS : 10. 10. 2011.
VERWENDUNG : Hirtenhund, der zum Bewachen der Schafe benutzt wird. Ursprünglich diente diese aktive Rasse zum Hüten von Schafen; hartnäckig in der Arbeit kann er extreme Kälte oder Wärme ertragen.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer –
Molossoide, Schweizer
Sennenhunde.
Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Der Anatolische Hirtenhund ist ein Hund, der auf eine sehr lange Vergangenheit zurück blicken kann, wobei sein Ursprung wahrscheinlich auf die grossen Jagdhunde Mesopotamiens zurückgeht. Die Rasse hat sich im Laufe der Zeit auf die ihn betreffenden Umstände eingestellt. Die wichtigsten sind hierbei das Klima – heisse und sehr trockene Sommer und sehr kalte Winter -, die ebensart der Bevölkerung – sesshaft, Halbnomaden oder Nomadentum-, sowie die den Hunden zugewiesene Arbeit. Diese Rasse hütet Herden, die grosse Distanzen auf dem Anatolischen Plateau überwinden, wobei sie unabhängig von jeglichem Wetter, im Freien leben.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Mächtig, aufrecht, grossrahmig, kraftvolle Gestalt, Hütehund mit breitem, kräftigem
Kopf und dichtem, doppeltem Haarkleid. Muss gross und ausdauernd sein; Ist in der Lage sich mit grosser Geschwindigkeit fortzubewegen.

WICHTIGE PROPORTIONEN: Die Länge des Vorgesichts ist ein wenig geringer als die des Schädels.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Ausgeglichen und kühn, ohne jegliche Aggressivität, unabhängig, sehr intelligent und führig. Stolz und vertrauenswürdig. Gegenüber seinen Herren ist er anhänglich und loyal, während der Arbeit sind erwachsene Hunde Fremden gegenüber jedoch misstrauisch.
KOPF :
OBERKOPF :
Schädel: Gross, jedoch im richtigen Verhältnis zum Gebäude, breit zwischen den Ohren und leicht gewölbt. Erwachsene Rüden haben einen breiteren Kopf als Hündinnen.
Stopp: Gering ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm : Schwarz, bei leberbraunen Exemplaren braun. Fang : Von oben betrachtet, nahezu rechteckig. Stumpfes Profil, sich zur Nasenspitze nur schwach verjüngend.
Lefzen : Leichte Hängelefzen, schwarz. Die Unterkante der Oberlippe soll nicht tiefer als die Unterkante des Unterkiefers sein. Lefzenenden gut geschlossen.
Kiefer / Zähne : Starke Zähne, perfektes, regelmässiges und vollständiges Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Vollzahnig.
Augen : Im Verhältnis zur Grösse des Kopfes eher klein, tief und weit voneinander gebettet; Bindehaut nicht sichtbar. Farbe von Gold
bis dunkelbraun. Lidränder schwarz, ausser bei leberbraunen Hunden.
Ohren : Mittelgross, dreieckig mit abgerundeten Spitzen. Flach anliegend hängend seitlich am Schädel getragen, werden sie bei Erregung etwas angehoben.
HALS: Leicht gebogen, kraftvoll, muskulös, mässig lang, eher dick, wenig Wamme.
KÖRPER: Kraftvoll, gut bemuskelt, niemals seitlich flach.
Obere Linie : Horizontal. Lendenpartie leicht gewölbt.
Rücken : Im Verhältnis zur Länge der Läufe eher kurz.
Lenden: Leicht gewőlbt.
Brust: Bis zu den Ellenbogen reichende Brusttiefe; Rippen gut gewölbt, ausreichend langes Rippenschiff.
Untere Profillinie und Bauch : Gut aufgezogen.
RUTE : Lang, mindestens bis zu den Sprunggelenken reichend,
ziemlich hoch angesetzt, wird sie in der Ruhestellung hängend und
leicht eingerollt, in der Erregung, besonders bei den Rüden hoch und
über den Rücken gerollt getragen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Allgemeines: Vorderläufe weit auseinander gestellt, von guter Länge, gerade, mit kräftigen Knochen.
Schulter : Gut bemuskelt und schräg.
Ellenbogen: Gut am Körper anliegend.
Vordermittelfuss : Kräftig. Von der Seite betrachtet leicht schräg.
Vorderpfoten: Kräftig mit gut gewőlbten Zehen und kurzen Nägeln.
HINTERHAND :
Allgemeines : Kraftvoll, jedoch nicht übertrieben bemuskelt.
Hinterläufe, von hinten betrachtet, gerade und parallel.
Oberschenkel : Lang.
Knie : Gut gewinkeltes Kniegelenk.
Hinterpfoten: Kräftig mit gut gewőlbten Zehen und kurzen Nägeln.
GANGWERK: Sehr bemerkenswert gleichmässiger und harmonischer Bewegungsablauf mit fester, gerader Rückenlinie, gut getragenem Hals und Kopf; dies ergibt den Eindruck eines kraftvollen Jägers auf der Pirsch. Passgang bei langsamer Aktion erlaubt.
HAARKLEID
Haar: Kurz oder halblang, dicht mit dicker Unterwolle. Aufgrund von klimatischen Bedingungen grosse Unterschiede der Haarlänge
möglich. An Hals, Schulter und Oberschenkeln etwas länger und dicker. Das Haarkleid tendiert im Winter zu grösserer Länge.
Farbe : Alle Farben sind erlaubt.
GRÖSSE UND GEWICHT :
Widerristhöhe : Rüden : 74 bis 81 cm,
Hündinnen : 71 bis 79 cm.
Gewicht : Erwachsene Rüden: 50 bis 65 kg,
Hündinnen 40 bis 55 kg.
FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
SCHWERE FEHLER :
· Tiefgestellt, schwerfällig und langsam, zu massiv; zu leicht
gebaut, windhundartige Erscheinung.
· Flacher Schädel.
· Steppend, kurztrittig oder steifes Gangwerk.
· Zu langes, herabhängendes Haarkleid.
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER :
· Aggressiv oder ängstlich.
· Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert werden.
· Vor- oder Rückbiss.
· Zu kurzer Fang (ein Drittel der Gesamtlänge des Kopfes).
· Haarkleid zu kurz und zu weich, fehlende Unterwolle.
· Unfähigkeit im Ring beurteilt zu werden.

N.B.
· Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
· Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Die letzten Änderungen sind in Fettschrift.